Flusslandschaften

Der Grenzfluss zu Angola heißt eigentlich Curango, wird ein bisschen später erst zum Okavango River (das ist der Fluss, der niemals ein Meer erreicht).

Jetzt, zu Beginn der Trockenzeit, die nur halb-nachvollziehbar als Winter bezeichnet wird, ist in den Flüssen noch so viel Wasser, dass Hippos noch richtig gut tauchen können. Man sagt, dass die Flusspferde um diese Jahreszeit gar nicht an Land kommen. Ganz glauben können wir das nicht, denn die Uferzonen sind übersät von deren Ein- und Ausstiegsrampen. Und nachts dürfen wir unsere Behausungen nicht verlassen.

Naja, wir halten uns einfach dran. Unmissverständlich röhren sie dumpf und laut in den Dämmerungen, dass allen klar ist: ob Land oder Fluss, das ist hier unser Terrain.

Die anderen Besitzer der Region sind die Kavango. Ein Volk, dass sich hier mit Viehzucht, und zunehmend auch mit der Betreuung von verängstigten Touristen durchschlägt. Wie so oft im dynamischen Umfeld von Tradition und Moderne.

Wir haben eine der Communities besucht, eine ganze Menge über die Vorzüge und Nachteile der Polygamie gelernt, einer recht langwierigen Zubereitung von Hirsebrei mit Nuss-Soße beigewohnt, einige Hausmittel auf pflanzlicher Basis gegen Schlangenbisse kennen gelernt. Traditionelle Tänze bewundert.

Das war ein sehr freundlicher, humorvoller Austausch – bis auf die Tatsache, dass die beiden jüngsten Communities-Mitglieder doch etwas argwöhnisch-verstört auf unseren Besuch reagiert haben.

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